Backup aus Schweizer Rechenzentren

Ihre Daten überdauern den schlechten Tag.

Server, Arbeitsplätze, virtuelle Maschinen und Microsoft 365, automatisch gesichert und verschlüsselt, bevor die Daten das Gerät verlassen. Wiederherstellbar bis auf die einzelne Datei.

Wir stellen Plattform und Speicher, Sie behalten Ihre Daten. Verschlüsselt wird auf Ihrem Gerät, den Schlüssel besitzen ausschliesslich Sie. Auf die Inhalte Ihrer Sicherungen haben wir keinen Zugriff, so ist die Plattform gebaut.

SicherungsprofilFirnVault
Sicherungsprofil Ein Schichtprofil aus fünf Lagen. Von oben nach unten: letzter Lauf, tägliche Stände der letzten sieben und dreissig Tage, monatliche Stände über zwölf Monate, jährliche Stände über zehn Jahre. JUNG ALT Letzter Lauf stündlich möglich 7 Tage täglicher Stand 30 Tage täglicher Stand 12 Monate monatlicher Stand 10 Jahre jährlicher Stand, für OR 958f

Wie beim Firn lagert sich Schicht über Schicht ab. Übertragen werden nach der Erstsicherung nur noch Änderungen, wiederherstellbar ist trotzdem jede einzelne Schicht als vollständiger Stand, auch die unterste.

Firn

Woher der Name kommt

Firn, der

[fɪrn] · Substantiv, maskulin

Bedeutung
Schnee, der mindestens eine Schmelzsaison überdauert hat und sich unter dem Gewicht der nachfolgenden Lagen langsam zu Gletschereis verdichtet
Herkunft
alemannisch, zu mittelhochdeutsch virne „vorjährig“, verwandt mit fern

Firn ist ein Wort aus dem Alpenraum. Ein Gletscher entsteht nicht aus dem Schnee, der fällt, sondern aus dem, der bleibt. Jahr für Jahr kommt eine Lage dazu, die darunterliegenden werden dichter, und jede einzelne bleibt datierbar – aus Eisbohrkernen lassen sich ganze Jahrzehnte einzeln auslesen. Ein Backup muss dasselbe leisten: nicht nur den letzten Zustand halten, sondern jeden.

Schicht über Schicht
Nach der Erstsicherung nur noch Änderungen
Jede Lage bleibt lesbar
Jeder Stand einzeln wiederherstellbar
Verdichtung statt Verlust
Deduplizierung und Kompression
Was liegt, bleibt liegen
Aufbewahrungsregeln und Schreibsperren
Plattformen

Diese Systeme sind abgedeckt

Ein Agent, eine Konsole, ein Vertrag. Statt drei getrennter Werkzeuge für Server, Arbeitsplätze und Microsoft 365 läuft alles über dieselbe Verwaltung.

Windows

Arbeitsplätze und Server, dateibasiert oder als vollständiges Systemabbild

macOS

Arbeitsplätze inklusive Benutzerprofilen

Linux

Arbeitsplätze und Server, gängige Distributionen

VMware

Virtuelle Maschinen auf Host-Ebene, ohne Agent im Gast

Hyper-V

Virtuelle Maschinen anwendungskonsistent

Proxmox

Virtuelle Maschinen und Container

Microsoft 365

Exchange Online, SharePoint, OneDrive und Teams, direkt von Cloud zu Cloud

Microsoft SQL

Datenbanken im laufenden Betrieb, ohne Dienstunterbruch

MySQL und MariaDB

Datenbanken im laufenden Betrieb

Synology NAS

Direkt vom Gerät, ohne Umweg über einen PC

Websites und Hosting

cPanel-Konten mitsamt Datenbanken und Postfächern

Dateien und Ordner

Gezielte Auswahl einzelner Pfade und Netzlaufwerke

Funktionsweise

Wie FirnVault arbeitet

Die Technik dahinter ist unspektakulär und genau deshalb verlässlich. Sechs Eigenschaften, die im Ernstfall den Unterschied machen.

01

Nur Änderungen, dauerhaft

Nach der Erstsicherung überträgt der Agent ausschliesslich veränderte Datenblöcke. Es gibt keine wöchentlichen Vollsicherungen und keine Kettenzusammenführung. Der älteste Stand stellt sich genauso schnell wieder her wie der neueste.

02

Deduplizierung am Gerät

Doppelte Datenblöcke werden bereits vor der Übertragung erkannt und nur einmal gespeichert. Das schont die Leitung und senkt den belegten Speicher spürbar, besonders bei vielen ähnlichen Systemen.

03

Verschlüsselung vor dem Versand

Die Daten werden auf dem Gerät mit AES-256 verschlüsselt, bevor sie das Netzwerk erreichen. Sie bleiben verschlüsselt während der Übertragung und am Speicherort. Ohne das Kennwort ist der Bestand für niemanden lesbar, auch nicht für den Betreiber des Speichers.

04

Schutz gegen Ransomware

Ein Angreifer mit gültigen Zugangsdaten soll die Sicherungen nicht löschen können. Je nach Speicherziel erreichen wir das über Object Lock auf S3-kompatiblem Speicher oder über gesperrte Momentaufnahmen auf dem Speichersystem. Welche der beiden Varianten bei Ihnen greift, sagen wir Ihnen vor Vertragsschluss.

05

Wiederherstellung nach Mass

Eine versehentlich gelöschte Offerte, ein Postfach, eine Datenbank oder ein kompletter Server auf neuer Hardware. Wiederhergestellt wird auf den Stand eines beliebigen Zeitpunkts, nicht nur auf den letzten.

06

Überwachung statt Hoffnung

Jeder Lauf wird protokolliert, fehlgeschlagene Aufträge melden sich automatisch bei Ihnen. Wir überwachen die Plattform, also Speicher, Dienste und Anbindung, und melden uns, wenn dort etwas nicht stimmt. Was in Ihren Aufträgen passiert, sehen wir nur als Statuszeile, nicht als Inhalt.

Der Weg einer Datei

01

Auf Ihrem System

Der Agent liest die ausgewählten Pfade, Datenbanken oder Datenträger und erkennt, was sich seit dem letzten Lauf geändert hat.

Momentaufnahmenur Deltas
02

Vor dem Versand

Doppelte Blöcke fallen weg, der Rest wird komprimiert und anschliessend verschlüsselt. Erst danach verlässt etwas das Gerät.

DedupKompressionAES-256
03

Am Speicherort

Der Bestand liegt verschlüsselt am gewählten Ziel. Je nachdem, welches Speichersystem dahintersteht, wird er zusätzlich für eine feste Frist gegen Änderung und Löschung gesperrt.

Schreibsperreeigener Schlüssel
04

Im Ernstfall

Sie wählen den Zeitpunkt und den Umfang, von der einzelnen Datei bis zum ganzen Server auf neuer Hardware.

granularBare Metal
Datenhaltung

Sie bestimmen den Speicherort

Der Speicherort ist Ihre Entscheidung, nicht unsere Voreinstellung. Kombinationen sind möglich, etwa eine lokale Kopie für schnelle Wiederherstellung und eine zweite im Rechenzentrum für den Brandfall.

Schweizer Rechenzentren

Der Regelfall. Speicherung an mehreren Standorten im Raum Zürich.

  • Zürich Glattbrugg, Rümlang und Dielsdorf
  • Daten verlassen die Schweiz nicht
  • Anbindung über eigenes Netz und eigene Darkfiber
  • Schreibsperre über Momentaufnahmen, Object Lock auf Anfrage über eine S3-Schicht
  • Abrechnung in Blöcken zu 10 GB, kein Datenverkehrsentgelt beim Zurückspielen

Ihr eigener Cloud-Speicher

Wenn Sie bereits einen Anbieter haben oder gezielt eine Region brauchen.

  • Jeder S3-kompatible Speicher
  • Auch Azure Blob, Backblaze B2 oder Wasabi
  • Zugangsdaten bleiben bei Ihnen
  • Object Lock nutzbar, sofern der Anbieter ihn unterstützt

Bei Ihnen vor Ort

Für sehr grosse Bestände oder wenn Vorgaben es verlangen.

  • NAS, Speicherserver oder Bandsystem
  • Wiederherstellung über das lokale Netz, damit schnell
  • Sinnvoll als erste Stufe einer 3-2-1-Strategie
  • Verwaltung trotzdem über dieselbe Konsole
Speicherstandorte in der SchweizUmriss der Schweiz mit drei Speicherstandorten im Raum Zürich: Dielsdorf, Rümlang und Glattbrugg.ZürichZRH3ZRH2ZRH1
StandorteRaum Zürich
  • ZRH1 GlattbruggDigital Realty
  • ZRH2 RümlangNTT
  • ZRH3 DielsdorfGreen

Jede Anlage wird von ihrem jeweiligen Betreiber geführt. Zwischen den Standorten verläuft eigene Darkfiber, sodass eine zweite Kopie das Netz nicht verlässt.

Sicherheit und Compliance

Die Schlüssel bleiben bei Ihnen

Backup-Bestände sind ein lohnendes Ziel. Entsprechend ist der Zugriff darauf enger geregelt als der auf die Produktivsysteme.

Verschlüsselung
AES-256 auf dem Endgerät, vor der Übertragung. Verschlüsselt während des Transports und am Speicherort. Hardwarebeschleunigt, dadurch geringe Last auf dem gesicherten System.
Zugriff auf Inhalte
Wir betreiben eine Plattform, keine Datenverwaltung. Auf die Inhalte Ihrer Sicherungen haben wir keinen Zugriff. Sichtbar sind uns ausschliesslich Betriebsdaten: ob ein Auftrag lief, wie lange er dauerte, wie viel Speicher er belegt. Dateien, Dateinamen und Verzeichnisse liegen im verschlüsselten Bestand und bleiben uns verborgen.
Schlüsselhoheit
Der Datenschlüssel wird auf Ihrem Gerät aus Ihrem Kennwort abgeleitet und verlässt es nicht. Wir speichern keine Kopie, auch nicht hinterlegt, auch nicht für Notfälle. Damit können wir Ihre Bestände weder lesen noch in Ihrem Auftrag wiederherstellen. Das ist so gebaut, nicht so versprochen: Wer einen Schlüssel nicht besitzt, kann ihn nicht herausgeben, nicht verlieren und nicht missbrauchen. Die Kehrseite tragen Sie. Ist das Kennwort weg, ist der Bestand es auch.
Trennung der Mandanten
Jeder Kunde erhält eigene Speicherbereiche mit eigenen Zugangsdaten und eigenen Schlüsseln. Kein Kunde kann Bestände eines anderen lesen.
Unveränderbarkeit
Der Mechanismus hängt vom gewählten Speicherziel ab. Auf S3-kompatiblem Speicher sperrt Object Lock die Stände für eine feste Frist gegen Änderung und Löschung; ob der Compliance-Modus zur Verfügung steht, entscheidet der jeweilige Anbieter. Auf dateibasiertem Speicher wie NFS oder NAS gibt es kein Object Lock. Dort erreichen wir den Schutz über schreibgeschützte Momentaufnahmen mit Aufbewahrungssperre auf dem Speichersystem selbst. Welches Verfahren für Ihr Ziel gilt, halten wir im Angebot schriftlich fest.
Zugang zur Konsole
Zweiter Faktor verpflichtend für administrative Konten. Rollen und Richtlinien je Kundenkonto. Zugriffe werden protokolliert.
Datenschutz
Speicherung ausschliesslich in der Schweiz, sofern Sie keinen anderen Speicherort wählen. Wir bearbeiten Ihre Bestände technisch, ohne von den Inhalten Kenntnis nehmen zu können; ein Auftragsbearbeitungsvertrag nach revDSG und DSGVO ist trotzdem vorgesehen und auf Wunsch erhältlich. Ausländische Behörden haben keinen direkten Zugriff; eine Herausgabe ist nur auf dem Weg der Rechtshilfe nach Schweizer Recht möglich, und schweizerische Behörden können im Rahmen eines Verfahrens ohnehin verfügen. In beiden Fällen erhalten sie den Bestand so, wie er bei uns liegt, also verschlüsselt.
Aufbewahrung
Frei definierbar je Auftrag, etwa tägliche Stände für 30 Tage, monatliche für ein Jahr, jährliche für zehn Jahre. Erforderlich für die geschäftsmässige Aufbewahrungspflicht nach OR 958f.

Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist eine Vermutung. Testwiederherstellungen führen Sie in der Konsole jederzeit selbst durch, ohne uns und ohne zusätzliche Kosten. Die Protokolle daraus können Sie unverändert für Ihre Revision verwenden.

Einsatzbereiche

Für wen sich das rechnet

Kleine und mittlere Unternehmen

Sie haben ein paar Server, zwanzig Arbeitsplätze und keine Lust auf eigene Backup-Hardware. Sie richten die Aufträge einmal ein und lassen sie laufen; Speicher, Konsole und Betrieb kommen von uns. Für die Einrichtung unterstützen wir Sie oder Ihren IT-Partner, ohne dabei Ihre Daten anzufassen.

Interne IT-Abteilungen

Sie wollen die Kontrolle behalten, aber nicht selbst eine Backup-Infrastruktur betreiben. Sie erhalten Zugriff auf die Konsole, definieren Richtlinien selbst und nutzen unsere Speicherorte. Unser Support gilt der Plattform, die Hoheit über Aufträge und Schlüssel bleibt bei Ihnen.

IT-Dienstleister und MSP

Sie betreuen eigene Kunden und wollen Backup als eigene Leistung anbieten. Mandantenfähige Verwaltung, Abrechnung nach Verbrauch, auf Wunsch unter Ihrem eigenen Namen und Ihrem eigenen Logo.

Vor dem Start

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Einrichtung?

Der erste Auftrag läuft üblicherweise am selben Tag. Die Erstsicherung braucht je nach Datenmenge und Leitung einige Stunden bis mehrere Tage, danach dauern die Folgeläufe meist nur noch Minuten. Bei sehr grossen Beständen schreiben Sie die Erstsicherung zunächst auf einen Datenträger, den wir im Rechenzentrum einspielen. Wir bewegen dabei nur verschlüsselte Blöcke, lesbar wird davon nichts.

Was kostet der Dienst?

Abgerechnet wird pro gesichertem System und nach belegtem Speicher in Blöcken zu 10 GB. Sie zahlen also nicht für ein angebrochenes Terabyte, sondern für das, was tatsächlich liegt, und die Rechnung folgt dem Bestand nach oben wie nach unten. Das Zurückspielen der Daten kostet nichts, auch nicht bei vollständigen Rückspielungen. Verrechnet wird nur der Aufwand, wenn wir dabei tätig werden: eine begleitete Bare-Metal-Wiederherstellung, der Aufbau eines Ersatzsystems oder ein Einsatz bei Ihnen vor Ort. Die genauen Ansätze hängen von Anzahl Systemen, Datenmenge und gewünschtem Speicherort ab. Wir erstellen Ihnen eine Offerte mit fixen Monatskosten.

Was passiert, wenn wir das Kennwort verlieren?

Dann ist der Bestand verloren. Wir besitzen keine Kopie Ihres Kennworts, auch keine hinterlegte, und können deshalb nichts zurückholen. Das ist die unvermeidliche Kehrseite davon, dass wir Ihre Daten nicht lesen können. Halten Sie das Kennwort in einem Passwortmanager mit Notfallzugriff. Auf Wunsch vermitteln wir eine versiegelte Hinterlegung bei einer unabhängigen Drittstelle, auf die weder Sie noch wir allein zugreifen können.

Beeinträchtigt das Backup den laufenden Betrieb?

Kaum. Der Agent arbeitet mit gedrosselter Bandbreite und niedriger Priorität, Zeitfenster lassen sich frei festlegen. Datenbanken und virtuelle Maschinen werden über Schattenkopien beziehungsweise Momentaufnahmen gesichert, ohne Dienste anzuhalten.

Können wir jederzeit wechseln?

Ja, es gibt keine Mindestlaufzeit über die vereinbarte Kündigungsfrist hinaus. Die Herausgabe funktioniert anders, als Sie es vielleicht erwarten, und der Grund ist derselbe wie beim Kennwort: Wir können Ihre Daten nicht lesen und damit auch nicht für Sie exportieren. Sie spielen den Bestand vor Vertragsende selbst zurück, dorthin, wo Sie ihn brauchen, und erhalten so gewöhnliche Dateien. Der Zugang dazu bleibt Ihnen bis zum Ende der Frist erhalten.

Eine blosse Kopie des Sicherungsspeichers nützt Ihnen dagegen nichts, denn dessen Format ist dedupliziert und verschlüsselt und lässt sich nur über die FirnVault-Konsole auflösen. Nutzen Sie Ihren eigenen Speicher, bleibt der Bestand ohnehin bei Ihnen liegen. Vor der endgültigen Löschung räumen wir Ihnen eine angemessene Frist ein, um alles zu sichern, was Sie behalten wollen.

Ersetzt das Backup eine Ausfallsicherung?

Nein, die beiden lösen verschiedene Probleme. Ein Backup schützt gegen Verlust und Verfälschung von Daten, eine Ausfallsicherung gegen Stillstand. Wer beides braucht, kombiniert FirnVault mit einer Replikation der virtuellen Maschinen an einen zweiten Standort. Dazu beraten wir Sie gerne.

Wer betreibt FirnVault?

FirnVault ist ein Dienst der Xerio GmbH, Zürich. Betrieben wird er auf eigener Infrastruktur in Schweizer Rechenzentren, angebunden über ein eigenes Netz mit eigenem autonomem System und eigenem Adressraum. Die Anbindung läuft über mindestens vier voneinander unabhängige Carrier, ergänzt um direktes Peering am SwissIX. Fällt ein Betreiber aus, übernehmen die übrigen, ohne dass sich Ihre Adressen oder Ihre Konfiguration ändern.

Nächster Schritt

Reden wir über Ihre Daten

In einem kurzen Gespräch klären wir, welche Systeme geschützt werden müssen, wie lange Sie Stände aufbewahren wollen und was das im Monat kostet. Danach erhalten Sie eine Offerte mit festen Zahlen.